Tag 15: Wellington – Taupo

Um uns herum ist schon reges Treibem als wir munter werden. Der Platz wird vom Freedom Camping Platz wieder zum Parkplatz für die Business People.

Wellington

Wellington

Wellington

Wellington

Wir sind heute beide grantig und brauchen ein Weilchen bis wir in die Gänge kommen. Zum Frühstück gehen wir wieder ins Stadtzentrum und suchen nach einem Lokal. Ich bin echt überfordert von dem ganzen Trubel, dem vielen Verkehr und den hektischen Menschen! Wir landen in der Pandoro Panetteria, essen dort zwei Croissants und trinken unseren Kaffee (im Nachhinein betrachtet ein viel zu gewöhnliches Café, dafür dass wir in Wellington sind. Noch dazu eine Kette!). Dabei fällt uns zum wiederholten Male auf, dass Menschen hier gerne mit Lautsprecher telefonieren, auch im vollen Lokal. Mehr als nervig!

Mom Shorts :O

Weil wir noch Zeit haben, schlendern wir ein bisschen über die Einkaufsmeile. Daniel kauft sich endlich ein All Blacks Trikot, das er schon in London kaufen wollte, und ich schlage ein wenig beim Sale zu: eine Mom Short und Avocadosocken!

Gallipoli: The scale of our war

Um 10 gehen wir in das “Te Papa Tongarewa”, das Nationalmuseum Neuseelands. Das Coolste: Der Eintritt ist frei, für alle, jeden Tag! Und das Museum ist wirklich spannend aufbereitet, sehr modern und richtig toll gemacht. Als erstes verschlägt es uns in die Ausstellung “Gallipoli: The scale of our war” über den Einsatz der Neuseeländer im 1. Weltkrieg in der Türkei. Sehr beklemmend! In Zwischenräumen sind Statuen einzelner Personen (Menschen, die es wirklich gab) überlebensgroß ausgestellt, bei denen jedes winzige Detail zu erkennen ist. Schwer zu beschreiben, aber es ist eine wirklich emotionale Tour gewesen.

Te Papa

THE COLOSSAL SQUID

Im nächsten Teil erleben wir ein richtiges Erdbeben und lernen, warum das hier so oft passiert. Danach geht es um die Tierwelt Neuseelands: Das Highlight ist hier der in Formaldehyd eingelegte vier Meter lange Colossal Squid

Te Papa

Haka

Te Papa

Noch viel, viel mehr Zeit hätten wir im Level 5 für die Geschichte und Kultur der Maori gebraucht. Man könnte hier wahrscheinlich viele Tage lang lesen, entdecken und lernen, aber dafür fehlt uns leider die Zeit.

Wellington

Nach unserem Museumsbesuch verabschieden wir uns auch schon wieder von Wellington. Für das gute Karma schenken wir unser noch sechs  Stunden gültiges Parkticket den nächsten Campern!

Road to Lake Taupo

Road to Lake Taupo

Wir haben heute einen Fahrtag vor uns: Über den Highway 1 geht es bei Palmerston North (John Cleese hat über diese Stadt gesagt: “Wer sich umbringen will, aber einfach nicht genug Mut dafür aufbringt, sollte nach Palmerston North fahren. Das wirkt todsicher.” Seitdem ist die Müllhalde nach ihm benannt.) vorbei bis zum Lake Taupo. Während Daniel fährt (& dabei singt), plane ich die nächsten zwei Tage und schaffe es bei einem McDonald’s Stopp sogar die gewünschten Touren zu buchen (nie wieder Kaikoura!).

Rainy Lake Taupo

Sobald wir in den Desert Road einbiegen, beginnt  es zu regnen. What? Jawohl, Daniel tauft diesen Tag “Desert Road im strömenden Regen”. Wir sehen also keinen Mount Taranaki, weil im Tongariro National Park – besser bekannt als Mordor – der Regen waagrecht daher kommt. Und auch der Lake Taupo ist in Nebel gehüllt. Schöner Käse! Mit unserer App finde ich den “Taupo All Seasons Holiday Park”, der auch ein Hot Pool hat. Wir zahlen zwar den höchsten Preis der Reise bisher ($50), aber der kleine Pool und vor allem die gratis(!) heiße Dusche wären uns heute das doppelte wert!

Rainy Lake Taupo

Rainy Lake Taupo

Ich taufe diesen Tag “Der Tag, an dem wir unser wertvollstes Gut verloren haben”. Beim Kochen bemerken wir, dass wir das Salz irgendwo ausgestreut (ha ha!) haben. Hmpf! Aber vielleicht – hoffentlich – taucht es in den unendlichen Weiten des Kaikoura Sky ja wieder auf. Daniels Objektivdeckel hat das nämlich mittlerweile getan!


Alle Fotos gibt es hier!

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