papas salzburger nockerl
seit ich denken kann, macht mein papa salzburger nockerl. als wir kinder waren, war das sein standard-”essen” für uns. egal wo, irgendwie hat er es immer zusammen gebracht. nur ein einziges mal sind sie nichts geworden, aber da hat er auch probiert sie in der mikrowelle zuzubereiten. klappt nicht so richtig. rausgekommen sind nämlich keine nockerl, sondern das familien-intern berühmte “zuckerbrot”.

vorletztes wochenende waren wir ja, wie ich schon erzählt habe, in der südsteiermark um papas 59. geburtstag zu feiern. bei all den vorbereitungen blieben dutzende eiklar über & was liegt da näher als salzburger nockerl? ich war ohnehin auf der suche nach einem luftigen rezept für den aktuellen kochtopf-blogevent, umso lieber zeige ich euch ein von uns nahezu vergöttertes rezept.


bevor es los ging, wurde die zubereitung allerdings eifrigst diskutiert, weil die letzten nockerl leider schon einige jahre zurück liegen. um die wahrheit zu sagen, gab es seit weiter oben erwähntem zuckerbrot keine mehr. umso aufgeregter waren alle – & damit meine ich wirklich alle familienmitglieder – bei der sache dabei. verschiedenste mengenangaben wurden von meiner mama sowie meiner oma vorgeschlagen, alle vorschläge durchdiskutiert & am ende hat es der papa so gemacht, wie auch früher schon: auf john wayne art alles “nach gefühl” zusammengemixt. die kochleherin-mama hat nur den kopf geschüttelt & gerufen “das wird nie & nimmer was!”, aber – & das wird der papa mit wohlwollen hier jetzt lesen – sie sind ganz vorzüglich geworden. so wie wir sie kannten & seit immer schon lieben.


salzburger nockerl
7 eiklar, 100 g kristallzucker, 2 eidotter, 20 g glattes mehl, 1 el vanillezucker, butter zum bestreichen, staubzucker zum bestreuen
01 eiklar unter ständiger zugabe von kristallzucker zu festem schnee schlagen.
02 vanillezucker & eidotter einrühren.
03 mehl vorsichtig unter die masse mengen.
04 flache wanne oder platte mit butter bestreichen & drei nocken mit einer teigkarte pyramidenartig daraufsetzen. im vorgeheizten backofen bei 200 °C backen. mit staubzucker bestreuen & warm servieren.

ps: wie auf den bildern zu erkennen, essen wir die nockerl immer alle gemeinsam aus einer schüssel & nicht vom teller.
pps: auch lecker dazu ist ein preiselbeerobers!
rhabarber-muffins mit marzipan

tadaaa, hier ist sie: die nachspeise! gefunden hab ich das perfekte rezept für die braut in meinem neuen lieblingskochbuch, das ich von meiner freundin stephani zu meinem letzten geburtstag geschenkt bekommen habe. die geniale janosch-bäckerei heißt nicht nur so, nein sie IST wirklich genial. ich hab jetzt schon so einiges draus ausprobiert & wirklich jedes einzelne rezept ist supereasy gelungen & schmeckte einfach traumhaft. ich denke, davon werdet ihr noch mehr erfahren! jedenfalls habe ich mal wieder auf streusel zurück gegriffen & mittlerweile bin ich schon halber streusel-profi. ich muss aber sagen, dass es meiner meinung nach viel zu viele wurden, das nächste mal werde ich eine kleinere menge davon machen. ansonsten: nom nom nom & danke janosch!

streusel: 150 g mehl, 75 g kalte butter, 75 g zucker
muffins: 250 g rhabarber, 2 el zucker, 2 el wasser, 200 g mehl, 50 g gemahlene mandeln, 50 g zucker, 1 1/2 tl backpulver, 75 g marzipan-rohmasse, 75 g flüssige butter, 2 eier, 200 ml milch, 1 pkg.vanillezucker, puderzucker zum bestäuben
01 zutaten für die streusel verkneten, kalt stellen. ofen auf 190°C vorheizen.
02 rhabarber klein schneiden, in einen topf geben & mit je 2 el zucker & wasser 3-4 min einkochen, beiseite stellen.
03 die trockenen zutaten für die muffins in einer schüssel vermischen. in einer zweiten schüssel eier, milch & butter verquirlen, dann mit den trockenen zutaten vermischen. zum schluss den rhabarber {mit saft} & in kleine stücke geschnittene marzipan-rohmasse unterrühren.
04 den teig auf die muffinförmchen verteilen {3/4 voll}. streuselteig mit den fingern zerbröseln & ebenfalls auf die förmchen verteilen – dann ab in den ofen damit, ca. 25 min backen, danach mit puderzucker bestäuben.
ps.: außerhalb der rhabarberzeit dürfen ersatzweise äpfel oder aprikosen verwendet werden.

initiative sonntagssüß: rotwein-cupcakes mit schoko-creme

muffins: 125 g weiche butter, 125 g zucker, 1 pkg vanillezucker, 2 eier, 175 g mehl, 1 el kakaopulver, 1 tl backpulver, 125 ml rotwein, 75 g gehackte zartbitter-schokolade,
creme: 100 g zartbitterschokolade, 200 g weiche butter, 250 g gesiebter staubzucker
01 den backofen auf 170°C vorheizen. ein muffinblech mit papierförmchen auslegen.
02 die butter mit zucker & vanillezucker cremig rühren, die eier einzeln unterrühren. mehl mit kakaopulver & backpulver mischen & abwechselnd mit dem rotwein unter die butter-ei-masse rühren. die schokolade unterheben.
03 den teig auf die förmchen verteilen & auf der mittleren einschubleiste ca. 25 min backen. danach auskühlen lassen.
04 für das frosting die schokolade im wasserbad schmelzen & wieder abkühlen lassen. die butter schaumig schlagen, die kuvertüre dazugeben & cremig rühren. zuletzt den staubzucker gründlich untermischen (sollte die masse nicht fest genug werden, weiteren staubzucker unterrühren). danach mit einem messer auf die cupcakes verstreichen.
bananen-cheesecake mit weißer schokolade & biskotten

150 g biskotten, 40 g butter, 3 bananen, 1 el zitronensaft, 500 g frischkäse, 125 g zucker, 3 eier, 200 g sauerrahm, 250 g weiße schokolade, staubzucker, schokoraspel
01 den backofen auf 150 grad vorheizen. den boden einer springform von ca. 20 cm durchmesser mit backpapier belegen, den rand aufsetzen & alles gut mit butter einstreichen.
02 die biskotten in einem plastikbeutel fein zerbröseln & in eine schüssel geben. die butter schmelzen, beifügen & alles sehr gut mischen. die masse auf dem boden der vorbereiteten form verteilen & sehr gut andrücken.
03 bananen schälen, in stücke schneiden, mit dem zitronensaft beträufeln & mit dem stabmixer fein pürieren. dann nach & nach eier, frischkäse, zucker & sauerrahm untermixen. zum schluss die geschmolzene schokolade unterheben.
04 die füllung auf den boden geben. den kuchen bei 150 grad auf der zweiten schiene von unten ca. 1 stunde fertigbacken. den ofen ausschalten & den kuchen darin belassen, bis er ausgekühlt ist. dies verhindert, dass er zusammenfällt & einreißt.
05 zum fertigstellen den kuchen mit staubzucker & schokoraspeln verzieren.
mir persönlich wurde das zu bananig (ich werd ihn – für mich – das nächste mal nur mit der weißen schokolade od. weniger banane machen), aber für die familienbande war er genau richtig. meine oma meinte: “ui, da nimm i ma glei einen mit. fürs frühstück, weißt!”
jedenfalls ist das mein beitrag zu uwes neuem projekt: er möchte heuer das cookbook of colors erstellen & im jänner wurde mit WEISS begonnen (da würde mir mein opa jetzt gleich einen vortrag halten über “farbe” und “weiss”… :>). ich bin schon sehr gespannt, wie das buch am ende des jahres ausschauen wird & kann nur sagen, dass ich das für eine sehr grandiose idee halte. toll!
nussecken verstecken sich hinter dem 16. türchen des kulinarischen adventskalenders

endlich, endlich kann ich mein türchen öffnen – ich freue mich sehr! schon seit sieben jahren gibt es den fantastischen adventskalender im kochtopf, der sehr liebevoll von zorra organisiert wird {an dieser stelle mal ein großes danke!}, & heuer darf ich mit meiner kleinen zwergenprinzessin auch mal dabei sein.
das noch viel bessere an dieser ganzen sache ist aber, dass es nicht nur viele leckere rezepte gibt, sondern auch ein richtig tolles gewinnspiel! schaut mal vorbei & macht mit, es lohnt sich auf jeden fall!
aber nun zu meinem rezept – ich präsentiere: nussecken von der kochlehrerin-mama!
als wir klein waren, gab es immer eine riiiiiesen-plätzchenwerkstatt. windringerl, vanillekipferl, lebkuchen(häuser), mürbteig, rumkugeln, … ich weiß gar nicht mehr wieviele sorten wir die mama gebacken hat. unmengen, jedenfalls. es war immer eine riesensauerei, aber es war herrrrrlich. eine meiner ganz besonderen erinnerungen & ja im grunde auch meine ersten backerfahrungen.
aber ein bis zwei bleche hat sie immer ganz ratzefatze allein gezaubert, da konnten wir mit unseren kinderhänden wohl nie so schnell mithelfen, dass es effizient gewesen wäre. bei den nussecken nämlich. meine mama hat das rezept während ihrer ausbildung in gleisdorf kennen gelernt, das muss so rund 1975 gewesen sein, aber LIEBEN gelernt hat es ein paar jahre später dann der papa. seitdem die beiden zusammen sind gibt es also bei uns nussecken zu weihnachten. also werden seit dem 8.12. diese leckeren kekse schon bereits 32 jahre gebacken!
mit dem größerwerden sind “wir kinder” zu papas entsetzen draufgekommen, wie lecker die sind & haben den windringerln, lebkuchen & rumkugeln immer weniger beachtung geschenkt. eine regelrechte nussecken-schlacht begann, es können gar nie genug sein, wie kleine lausbuben klauen wir sie uns aus den keksdosen & triumphieren wenn wir das letzte erwischent. die armen anderen kekse wurden links liegen gelassen & so hat die mama vor ein paar jahren beschlossen, dass ausschließlich nussecken selbst gebacken werden & der rest aus der backstube ihrer schule eingekauft wird {“für gäste!”}.
so, ich denke jetzt habe ich die kleinen nussecken genug angepriesen, hier also das rezept:

mürbteig: 300 g mehl {glatt}, 120 g butter, 120 g staubzucker, 1 pkg. vanillezucker, 1 tl backpulver, 2 eier
zum bestreichen: 150 g marillenmarmelade
nussmasse: 200 g butter, 200 g staubzucker, 400 g gehackte walnüsse, 1 pkg. vanillezucker, 4 el wasser, rum
glasur: 200 g tunkmasse {kuvertüre}, 5 g butter
01 für den mürbteig alle zutaten in eine schüssel oder auf eine arbeitsfläche geben & mit den händen rasch zusammenkneten {nicht zu lange, teig wird durch handwärme brandig & verliert seine bindung}. zu einer rolle formen & vor dem verarbeiten im kühlschrank mit klarsichtfolie abgedeckt 2 bis 3 stunden rasten lassen.
02 für den belag wasser, butter, zucker & vanillezucker ein mal aufkochen. je nach geschmack mit rum “würzen”. die nüsse dazu geben & abkühlen lassen.
03 beim ausrollen des teiges so wenig mehl wie möglich dazugeben. auf blechgröße ausrollen & mit marmelade bestreichen.
04 den nussbelag aufstreichen & bei 180-200°C ca. 25 min backen. erkalten lassen & in ecken schneiden {die knusprigen ränder vorher abschneiden}.
05 tunkmasse & butter im wasserbad zerlassen {achtung: das wasser darf nicht zum kochen beginnen!}. die ecken in die schokoglasur tauchen oder mit der glasur bespritzen. trocknen lassen.
insidertipp:
als erste die abgeschnittenen ränder einhamstern & damit die restliche schokoladenglasur auftunken. zwerg ina & ich haben gerecht geteilt!

es hat spaß gemacht wieder mal in der plätzchenwerkstatt mit meiner mama zu arbeiten. noch besser war aber, dass wir diese tradition gleich unseren kleinen zwergen mitgeben konnten. sie haben geknetet, gerührt, verziert, ausgestochen & gekostet was das zeug hält. ein schöner adventsnachmittag war das! & seien wir mal ehrlich: selbst gebackene kekse schmecken dann, nachdem man die ganze sauerei sauber gemacht & mit müden beinen auf der couch sitzt, auch einfach besser.
ich wünsche euch allen eine schöne restliche adventszeit & viel glück beim gewinnspiel!
dukatenbuchteln mit vanillesoße von gastprinzessin eva
wie man eigentlich schon bei meinem ersten und nun auch bei meinem leider letzten rezept erkennen kann. ICH LIEBE SÜSSES!!! deshalb gabs gestern dukatenbuchteln mit vanillesoße. das rezept stammt diesemal von meiner oma. auch wenn die dukatenbuchteln wirklich lecker waren, waren sie noch laaaange nicht so gut wie die meiner oma (und vor allem auch nicht so schön und gleichmäßig, wie man auch gut auf dem foto erkennen kann).
noch ein tipp: falls man zu viele buchteln gemacht hat kann man sie auch ganz einfach einfrieren oder am nächsten tag zum frühstück mit marillenmarmelade verspeisen.
500g mehl (glatt), 30 g germ oder trockenhefe (ich habe 2 päckchen trockenhefe genommen), 50g staubzucker, 3 eigelb, 100g butter zerlassen, ca. 1/8l milch (je nach bedarf), etwas salz, vanillesoße
01 mehl mit trockenhefe und salz vermischen.
02 staubzucker und eigelb hinzufügen.
03 die butter in der milch zerlassen und danach ebenfalls untermischen. (achtung: milch sollte nich zu heiß sein!)
04 alle zutaten miteinander verknete. es sollte ein weicher teig entstehen. (wenn man eine küchenmaschiene hat geht das natürlich auch damit.)
05 zugedeckt in einer schüssel an einem warmen ort gehen lassen. der teig sollte ungefähr doppelt so groß werden. (ich habe den teig beim 50°C im backrohr ca. 1 stunde gehen lassen.)
06 in kleine kugeln formen oder ausstechen. die kugeln in zerlassene butter tauchen und in eine gebutterte auflaufform setzen. (die zerlassene butter am besten in ein glas/häferl füllen und die kugeln immer auf einen löffel setzen und so kurz in die butter tauchen.)
07 die kugeln nochmals ca. 30min lang gehen lassen.
08 den backofen auf 180°C vorheizen und die dukatenbuchteln anschließend etwa 30min lang backen.
09 die vanillesoße nach packungsanleitung zubereiten.








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