türchen 13: dattel-marzipan-plätzchen

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letztes jahr hat gastprinzessin anna ihrer zwergenprinzessin einen advent-(ohne-s)-kalender gebastelt und hinter dem einen oder anderen türchen befanden sich auch plätzchen. ich weiß nicht mehr, wann im dezember es war, aber eines tages erreichte mich eine whatsapp-nachricht, die ungefähr so lautete: “OHMYGOD, diese plätzchen! ICH BRAUCHE MEEEHR DAVON! WAS IST DAS?”
dattel-marzipan-plätzchen sind es. und das ist das rezept dazu:

100g getrocknete datteln (ohne stein), 20g weiche butter, 1 el brauner rum, 25g gemahlene mandeln (mit haut), 250g marzipan-rohmasse, 1 ei, 60g + etwas puderzucker, 30g mehl, 1 tl schlagsahne, backpaper

01 datteln grob hacken. datteln, butter und rum mit einem zerkleinerer oder pürierstab zu einer cremigen masse verarbeiten. mandeln unterrühren.

02 marzipan würfel, eier trennen. eiweiß, 60g puderzucker, mehl und marzipan zu einer glatten masse verkneten.

03 ofen vorheizen (e: 150°c / umluft: 125°c) und ein backblech mit backpapier auslegen. teig dritteln und auf einer mit puderzucker bestäubten fläche jeweils zu einem strang (länge: 40cm, durchmesser: 1,5cm) formen.

04 in die teigstränge mit dem stiel eines kochlöffels eine rille drücken. eigelb und sahne verquirlen und die teigstränge dünn damit bestreichen. dattelcreme zu einem würstchen rollen, in die rille drücken und den fertig befüllten strang in 4cm lange stücke schneiden und auf das blech legen. im heißen ofen 20 minuten backen, auskühlen lassen.

die fertigung liest sich auf den ersten blick etwas merkwürdig, aber man hat den dreh schnell raus. genießt die OHMYGOD-plätzchen! und kauft am besten jetzt schon eine weiterer fuhre zutaten ein, denn alle werden sagen: MEHR DAVON!


negerschnitten {oder politisch korrekt: bananenschnitten}

negerschnitten

eigentlich hat sich der kerl zum geburtstag “negerschnitten” gewünscht. weil er “das immer kriegt”. das habe ich aber zu spät realisiert, denn die star wars party war schon fix durchgeplant. die girlande gebastelt. die form besorgt. der kuchen gewählt. am geburtstag habe ich dann ein lachendes & ein heimlich weinendes auge erkannt. also habe ich hoch & heilig versprochen, in naher zukunft auch noch negerschnitten zu backen.

in meinem krone-backbuch, das ich vor ewigkeiten von meiner mama geschenkt bekommen habe & in dem ich immer gern nach klassikern suche, habe ich auch tatsächlich ein rezept mit diesem namen gefunden. es haben allerdings die bananen gefehlt. & die sind – laut dem mann – essentiell. ohne die geht es nicht. also bin ich dafür, den namen nun höcht offziell zu ändern. wir nennen sie ab nun:

bananenschnitten!

teig: 5 eier, 200 g staubzucker, 1/8 l öl, 1/8 l wasser, 200 g mehl, 1/2 pkg. backpulver, 2 el kakao, 2 el rum, 50 g staubzucker
creme: 3/8 l milch, 1 pkg. vanillepuddingpulver, 100 g butter, 100 g staubzucker, 1 banane
glasur: 150 g schokolade {am besten zartbitter-schokolade}, 80 g butter

01 die eier trennen. eiklar mit 50 g staubzucker zu einem festen, steifen schnee schlagen.

02 dotter, restlichen staubzucker, rum, öl & wasser schaumig rühren {mindestens 7 min!}, danach kakao langsam einrühren.

03 backblech mit papier auslegen.teig darauf verteilen & bei 200°C 20 min backen.

04 für die creme milch & puddingpulver ohne zucker kochen & auskühlen lassen. butter & staubzucker schaumig rühren & mit dem erkalteten pudding vermischen. auf den erkalteten kuchen die klein geschnittene banane & darauf die creme verteilen.

05 für die glasur schokolade & butter im wasserbad erweichen & sehr flüssig & lauwarm auf der creme verteilen.

negerschnitten


nussecken verstecken sich hinter dem 16. türchen des kulinarischen adventskalenders

Kulinarischer Adventskalender 2011 - Türchen 16
endlich, endlich kann ich mein türchen öffnen – ich freue mich sehr! schon seit sieben jahren gibt es den fantastischen adventskalender im kochtopf, der sehr liebevoll von zorra organisiert wird {an dieser stelle mal ein großes danke!}, & heuer darf ich mit meiner kleinen zwergenprinzessin auch mal dabei sein.

das noch viel bessere an dieser ganzen sache ist aber, dass es nicht nur viele leckere rezepte gibt, sondern auch ein richtig tolles gewinnspiel! schaut mal vorbei & macht mit, es lohnt sich auf jeden fall!

aber nun zu meinem rezept – ich präsentiere: nussecken von der kochlehrerin-mama!backe, backe plätzchen....

als wir klein waren, gab es immer eine riiiiiesen-plätzchenwerkstatt. windringerl, vanillekipferl, lebkuchen(häuser), mürbteig, rumkugeln, … ich weiß gar nicht mehr wieviele sorten wir die mama gebacken hat. unmengen, jedenfalls. es war immer eine riesensauerei, aber es war herrrrrlich. eine meiner ganz besonderen erinnerungen & ja im grunde auch meine ersten backerfahrungen.

aber ein bis zwei bleche hat sie immer ganz ratzefatze allein gezaubert, da konnten wir mit unseren kinderhänden wohl nie so schnell mithelfen, dass es effizient gewesen wäre. bei den nussecken nämlich. meine mama hat das rezept während ihrer ausbildung in gleisdorf kennen gelernt, das muss so rund 1975 gewesen sein, aber LIEBEN gelernt hat es ein paar jahre später dann der papa. seitdem die beiden zusammen sind gibt es also bei uns nussecken zu weihnachten. also werden seit dem 8.12. diese leckeren kekse schon bereits 32 jahre gebacken!

mit dem größerwerden sind “wir kinder” zu papas entsetzen draufgekommen, wie lecker die sind & haben den windringerln, lebkuchen & rumkugeln immer weniger beachtung geschenkt. eine regelrechte nussecken-schlacht begann, es können gar nie genug sein, wie kleine lausbuben klauen wir sie uns aus den keksdosen & triumphieren wenn wir das letzte erwischent. die armen anderen kekse wurden links liegen gelassen & so hat die mama vor ein paar jahren beschlossen, dass ausschließlich nussecken selbst gebacken werden & der rest aus der backstube ihrer schule eingekauft wird {“für gäste!”}.

so, ich denke jetzt habe ich die kleinen nussecken genug angepriesen, hier also das rezept:

nussecken

mürbteig: 300 g mehl {glatt}, 120 g butter, 120 g staubzucker, 1 pkg. vanillezucker, 1 tl backpulver, 2 eier
zum bestreichen: 150 g marillenmarmelade
nussmasse: 200 g butter, 200 g staubzucker, 400 g gehackte walnüsse, 1 pkg. vanillezucker, 4 el wasser, rum
glasur: 200 g tunkmasse {kuvertüre}, 5 g butter

01 für den mürbteig alle zutaten in eine schüssel oder auf eine arbeitsfläche geben & mit den händen rasch zusammenkneten {nicht zu lange, teig wird durch handwärme brandig & verliert seine bindung}.  zu einer rolle formen & vor dem verarbeiten im kühlschrank mit klarsichtfolie abgedeckt 2 bis 3 stunden rasten lassen.

02 für den belag wasser, butter, zucker & vanillezucker ein mal aufkochen. je nach geschmack mit rum “würzen”. die nüsse dazu geben & abkühlen lassen.

03 beim ausrollen des teiges so wenig mehl wie möglich dazugeben. auf blechgröße ausrollen & mit marmelade bestreichen.

04 den nussbelag aufstreichen & bei 180-200°C ca. 25 min backen. erkalten lassen & in ecken schneiden {die knusprigen ränder vorher abschneiden}.

05 tunkmasse & butter im wasserbad zerlassen {achtung: das wasser darf nicht zum kochen beginnen!}. die ecken in die schokoglasur tauchen oder mit der glasur bespritzen. trocknen lassen.

insidertipp:

insider-tipp: die kruste schnappen & auffuttern.mit den ecken die tunkmasse aufwischen!

als erste die abgeschnittenen ränder einhamstern & damit die restliche schokoladenglasur auftunken. zwerg ina & ich haben gerecht geteilt!

weihnachtsbäckerei mit den zwergen.

es hat spaß gemacht wieder mal in der plätzchenwerkstatt mit meiner mama zu arbeiten. noch besser war aber, dass wir diese tradition gleich unseren kleinen zwergen mitgeben konnten. sie haben geknetet, gerührt, verziert, ausgestochen & gekostet was das zeug hält. ein schöner adventsnachmittag war das! & seien wir mal ehrlich: selbst gebackene kekse schmecken dann, nachdem man die ganze sauerei sauber gemacht & mit müden beinen auf der couch sitzt, auch einfach besser.

ich wünsche euch allen eine schöne restliche adventszeit & viel glück beim gewinnspiel!


apfelstrudel panama-style

lang hat sie gedauert, die sommerpause. aber dafür habe ich jetzt ein gustostückerl für euch. meine kochlehrerin-mama zeigt auf einem katamaran mitten im nirgendwo vor der panamesischen küste wie man einen echten apfelstrudel in einer kombüse zubereiten kann. ich habe dieses video zwar schon auf divingfamily gezeigt, aber hier passt es doch ganz gut mit dem rezept her. abgeschrieben habe ich es übrigens aus dem gleichen lehrbuch, das auch mamas schüler mit mehr oder weniger freude tagtäglich in der betriebsküche anwenden müssen. aber ein paar tipps & änderungen haben wir auch vorgenommen. das rezept für den strudelteig könnt ihr übrigens auch für jede andere beliebige füllung anwenden!

& in zukunft verspreche ich auch wieder fleißiger zu posten. das dürfte mir aber nicht schwer fallen, denn jetzt kommt meine liebste jahreszeit mit feigen, kürbissen, & was die herbstliche küche sonst noch so alles hergibt. :)

rohe apfelfüllung:

750 g säuerliche äpfel {geschält, entkernt, blättrig geschnitten}, ca. 80 g kristallzucker {je nach säuregehalt der äpfel}, zimt, 70 g biskuitbrösel, 50 g rosinen, zitronenzesten, zitronensaft, rum, 50 g walnüsse {grob gehackt}

01 äpfel mit übrigen zutaten kurz vor der verwendung locker vermischen. für den alt-wiener apfelstrudel die füllung noch mit 125 ml sauerrahm besprenkeln.

butterbrösel:

60 g butter, 60 g semmelbrösel, 10 g zucker

02 fett erhitzen – brösel & zucker gut rösten, bis der zucker karamellisiert, die brösel knusprig sind & aromatisch duften.

strudelteig:

150 g glattes mehl, 2 el öl, salz, 100 ml lauwarmes wasser, mehl zum ausarbeiten, butter zerlassen oder öl für die form & zum bestreichen

03 glas- oder metallschüssel ins rohr stellen & bei 50°C erwärmen. alle zutaten zu einem glatten, seidigen, eher weichen teig verarbeiten.10 mal schlagen, 10 mal kneten, 10 mal! falls man kleben bleibt, ein bisschen mehl wieder einarbeiten. der teig muß relativ weich bleiben.

04 ein rundes, glattes laibchen (kugel) formen. oberfläche mit öl bestreichen & zugedeckt unter einem vorgewärmten geschirr mind. 30 min rasten lassen.

05 auf einem bemehlten strudeltuch (altes tischtuch oder zwei große geschirrhangerl gut bemehlen) gleichmäßig den teig so groß wie möglich ausrollen (achtung, darf nicht kleben bleiben!). die ränder mit öl bestreichen.

06 mit beiden handrücken unter den teig greifen & von der mitte aus gegen den rand hin durchscheinend dünn rechteckig ausziehen. kann man den teig nicht mehr in der hand halten, auf das tuch legen & am rand weiter ausziehen.

07 die füllung auf ein bis zwei dritteln der teigfläche verteilen. bei obstfüllungen den teig vor dem auftragen der füllung mit butterbröseln bestreuen. streichfüllungen wie topfen-, grieß-, mohnfüllungen u. ä. werden direkt auf den teig gestrichen.

08 die seitlichen & die unteren ränder hinein klappen. die restliche teigfläche mit zerlassener butter bestreichen (wichtig für blätterung!).

09 strudel mithilfe des tuches aufrollen.mit dem schluss nach unten in eine befettete pfanne oder auf ein befettetes randblech legen. mit zerlassener butter bestreichen – im vorgeheizten backrohr backen.

  • obststrudel: 180-200°C, ca. 40 min
  • strudel mit streichfüllung: 160-180°C, 50 min